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Koordinationstraining

Samstag, 31. Juli 2010

Der Begriff Koordination wird in verschiedenen Komponenten unterteilt: Reaktion, Gleichgewicht, Orientierung, Rhythmus und Flexibilität. Diese koordinativen Fähigkeiten dienen zur Steuerung und Regulierung von Bewegungsabläufen und sollten daher in jeder Sportart trainiert werden.

Durch die Verbesserung des koordinativen Bereiches, werden zugleich auch noch Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit sowie der Ausdauerbereich verbessert. Für jede Komponente der Koordination existieren bestimmte Übungen, die zu einer Verbesserung der Reaktion, des Gleichgewichtes, des Rhythmusgefühls, der Orientierung und der Flexibilität beitragen.
Durch das gezielte Training der koordinativen Fähigkeiten kann man Verletzungen vorbeugen, was besonders für ältere Sportler wichtig ist.
Auch in der Rehabilitation und Regeneration spielen koordinative Übungen eine wichtige Rolle, um Bewegungsabläufe z.B. nach einer Verletzung wieder herzustellen.

Um eine optimale Leistung zu erzielen, ist es für jeden Sportler wichtig sich in allen Komponenten der Koordination grundlegenden Fähigkeiten an zu eignen.  Koordinationstraining lässt sich in jedem Alter durchführen, speziell beim Training von Kindern soll es eine wichtige Rolle spielen. Je früher man mit dem koordinative Training beginnt umso besser ist es.

Die Aneignung einer guten Koordination und ihrer Komponenten zählt daher zu den wichtigsten Punkten eines Trainingsplans.

Schwellentraining

Freitag, 5. März 2010

Unsere Muskulatur holt seine Energie vorwiegend aus dem Abbau von Kohlenhydraten. Für diese Verstoffwechslung wird, wenn möglich, Sauerstoff verwendet. Wenn genügend Sauerstoff vorhanden ist, geschieht der ganze Vorgang unter aeroben Bedingungen. Durch das steigern des Trainingstempos wird der Sauerstoff knapper und die Zellen werden gezwungen Kohlenhydrate ohne Sauerstoff abzubauen. Man nennt dies anaerob (ohne Sauerstoff). Unter solchen Bedingungen entsteht als Abbauprodukt Milchsäure, auch Lactat genannt, welches in verschiedenen Organen abgebaut werden muss. Durch sehr hohe Belastungen kann es zu einer „Übersäuerung“ der Muskulatur kommen und der Körper zwingt dich zu einer starken Temporeduzierung.

Das Training an der anaeroben Schwelle macht nur Sinn, wenn eine gute Grundlagenausdauer vorhanden ist. Wenn man zu früh mit intensiven Einheiten beginnt läuft man Gefahr die ganz „Form“ kaputt zu machen. Dies Einheiten an der anaeroben Schwelle (5min bis 15min) sind zwar sehr effektiv, jedoch eine sehr hohe Belastung für den Körper und sollten deshalb nur in der Wettkampfvorbereitung absolviert werden mit zwei bis drei darauf folgende Trainingseinheiten in der aeroben Schwelle.

Nicht das Training macht dich schneller, sondern die Pausen dazwischen.

Der anaerobe Schwellenbereich liegt bei etwa 88 bis 90 % deiner maximalen Herzfrequenz. Durch sportmedizinische Leistungstests kann man diesen Schwellenbereich relativ genau festlegen.

Regeneration

Dienstag, 3. November 2009

Leider wird der Begriff „Regeneration“ im Sport viel zu sehr unterschätzt obwohl er schon fast genau so viel Bedeutsamkeit wie das Training selber gewinnen soll.
Der Sinn der Regenerationsphase dient zur Wiederherstellung des physiologischen Gleichgewichtszustandes.
Je schwerer und erschöpfender das Training war umso länger benötigt man für die Regeneration.
Der Körper benötigt dann eine längere Zeit um die „Ordnung“ in seinen Gewebe, das biologische Ungleichgewicht wieder auszugleichen.
Krankheiten und Entzündungen beeinflussen die Regeneration negativ und natürlich auch nicht zu vergessen der Alltagsstress wie Arbeit, Familie, etc..
Am besten kann man die Regeneration durch die stetige Optimierung der Voraussetzungen nach Training und Wettkampf beeinflussen. Das um und auf ist auf die Signale im Körper zu hören und die nötige Zeit für die Regeneration zu geben.

Begünstigte Faktoren der Regeneration:

  • Ausreichend Ruhe und Schlaf
  • Regenerationsernährung: Gesund, Frisch, Vitaminreich
  • Massagen
  • Warmes Vollbad und warmes Duschen
  • Sauna oder Dampfbad
  • Aktive Erholung „Freizeit“ zum Beispiel spazieren gehen
  • Entspannungstechniken und Meditation

Die Regeneration ist ein individueller Vorgang der bei jedem Sportler unterschiedliche Zeit in Anspruch nimmt. Junge Sportler regenerieren deutlich schneller als ältere Sportler. Der genaueste Indikator für den Zustand der Regeneration ist das Körpergefühl beim Training. KörperGeist und Seele sollten stets eins sein.
Guter Schlaf, guter Appetit, normale Ruheherzfrequenz und das Gefühl gesund zu sein erhöhen die Lebensqualität und somit die Regeneration.

Anhand der Tagesinformationen in unserer Plattform können Sie Ihren Sportler genauestens kontrollieren in Sachen Regeneration (hier ein Screenshot)

regeneration

Regenerationsphase

  • 4-8 min Auffüllung der Creatin-Phosphat-Speicher
  • 20 min Herzschlagfrequenz und Blutdruck normalisieren sich
  • 30 min Laktat-Konzentration sinkt auf Normalwert (2-3 mmol/l)
  • 60 min Anstieg der Proteinbiosynthese in der beanspruchten Muskulatur
  • 90 min Umschlag von der katabolen (abbauenden) in die überwiegend anabole (aufbauenden) Stoffwechsellage
  • 2 Std Erste Wiederherstellung der ermüdeten Muskulatur (Regeneration gestörter neuromuskulärer und sensomotorischer Funktionen
  • 6 Std – 1 Tag Ausgleich im Flüssigkeitshaushalt / Rückbildung der Blutverdickung
  • 1 Tag Wiederauffüllung des Leberglykogens
  • 2-7 Tage Auffüllung des Muskelglykogens in beanspruchter Muskulatur
  • 3-4 Tage Wiederherstellung der verminderten Immunabwehr
  • 3-5 Tage Auffüllung muskulärer Fettspeicher
  • 7-14 Tage Normalisierung verminderter Muskelausdauerleistung