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Schwellentraining

Freitag, 5. März 2010

Unsere Muskulatur holt seine Energie vorwiegend aus dem Abbau von Kohlenhydraten. Für diese Verstoffwechslung wird, wenn möglich, Sauerstoff verwendet. Wenn genügend Sauerstoff vorhanden ist, geschieht der ganze Vorgang unter aeroben Bedingungen. Durch das steigern des Trainingstempos wird der Sauerstoff knapper und die Zellen werden gezwungen Kohlenhydrate ohne Sauerstoff abzubauen. Man nennt dies anaerob (ohne Sauerstoff). Unter solchen Bedingungen entsteht als Abbauprodukt Milchsäure, auch Lactat genannt, welches in verschiedenen Organen abgebaut werden muss. Durch sehr hohe Belastungen kann es zu einer „Übersäuerung“ der Muskulatur kommen und der Körper zwingt dich zu einer starken Temporeduzierung.

Das Training an der anaeroben Schwelle macht nur Sinn, wenn eine gute Grundlagenausdauer vorhanden ist. Wenn man zu früh mit intensiven Einheiten beginnt läuft man Gefahr die ganz „Form“ kaputt zu machen. Dies Einheiten an der anaeroben Schwelle (5min bis 15min) sind zwar sehr effektiv, jedoch eine sehr hohe Belastung für den Körper und sollten deshalb nur in der Wettkampfvorbereitung absolviert werden mit zwei bis drei darauf folgende Trainingseinheiten in der aeroben Schwelle.

Nicht das Training macht dich schneller, sondern die Pausen dazwischen.

Der anaerobe Schwellenbereich liegt bei etwa 88 bis 90 % deiner maximalen Herzfrequenz. Durch sportmedizinische Leistungstests kann man diesen Schwellenbereich relativ genau festlegen.

Daten der Leistungsdiagnostik im Trainingsplan richtig nutzen

Mittwoch, 19. August 2009

Web4trainer bietet durch die Einbindung von Leistungsdiagnostik-Daten in den Trainingsplan eine noch nie dagewesene Verbindung zwischen Diagnostik und Planung.

Diese web4trainer-Funktion optimiert die trainingswissenschaftliche Steuerung und schlägt hiermit endlich eine Brücke zwischen wissenschaftlicher Diagnostik und praxisorientierte Trainingsplanung.

Dies bedarf natürlich geschulter Einstellungen in der innovativen web4trainer Trainingsplattform.

Dazu eine kurze Erklärung der wichtigsten Zusammenhänge:
In der Trainingssoftware können in den Biometrischen Daten bei Leistungsdiagnostik verschiedenste Werte für Herzfrequenz, Leistung oder Zeitangaben hinterlegt werden.
In der Praxis hat sich die Verwendung von 5 individuellen Werten (also dem IW1 bis IW5) als am meisten geeignet erwiesen.
Nehmen wir den Wert IW1 (sprich Individueller Wert 1) als Beispiel, so können wir bei diesem Wert einen Herzfrequenzwert (z.B. 132) und einen Leistungswert in Watt (z.B. 180) hinterlegen. Dieser Wert in den Leistungsdiagnostik Daten des Athleten können dann im Trainingsplan mittels einer Variable angezeigt werden.
Gibt man z.B. im Trainingsplan die Variable %rpiw1% Hfz an, so ersetzt die Software die Variable gegen den tatsächlichen Wert des Athleten.
Beim Einsatz dieser Variable sind auch diverse Berechnungen wie Minus, Plus oder Prozent möglich, wodurch auch einfach gewisse Bereiche angezeigt werden können.

leistungsdiagnostik

Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang die Verknüpfung von Leistungsdiagnostik Daten und Variablen sowie von Variablen und Intensitätsbereichen.

Folgende Zusammenhänge schlagen wir vor:
Die Variable IW1 beschreibt den ersten Laktatanstieg
IW2 die individuelle Aerobe Schwelle
IW3 ist mit Fingerspitzengefühl zu ermitteln und liegt zwischen individueller Aerober Schwelle und individueller Anaerober Schwelle ca. bei 2,5 – 3 mmol/l Laktat
IW4 beschreibt die individuelle Anaerobe Schwelle und
IW5 ist gleichbedeutend mit dem höchsten sinnvollen Trainingswert.

Der Zusammenhang zwischen Variable und Intensitätsbereiche kann folgendermaßen aussehen: (wir verwenden hier die Bezeichnungen REG/FB, GA1, GA2, EB und WSA)
IW1 = Obergrenze des REG/FB-Bereichs (Regeneration bzw. Überdistanz-Ausdauer)
IW2 = Obergrenze des GA1-Bereichs (extensive Grundlagenausdauer)
IW3 = Obergrenze des GA2-Bereichs (intensive Grundlagenausdauer)
IW4 = Obergrenze des EB-Bereichs (Schwellenbereich)
IW5 = Obergrenze des WSA-Bereichs (Wettkampf Spezifische Ausdauer)