Durch die Schnellkraft wird im Muskel in möglichst kurzer Zeit eine möglichst große Spannung erzeugt bzw. die Fähigkeit eines Muskels Wiederstände mit möglichst großer Kontraktionsgeschwindigkeit zu überwinden. Je nach Sportart kommt es zu einer unterschiedlichen Gewichtung der einzelnen Einflussfaktoren auf die Schnellkraft.
Steht einem Sportler nur eine sehr geringe Zeitspanne (unter 250ms) zur Verfügung um den jeweiligen Impuls auszuüben, wie im Kampfsport, Fechten und Sprinten, so spielt die Höhe der Startkraft und die Größe des Kraftanstieges in möglichst kurzer Zeit (Explosivkraft) eine große Rolle. Steht dem Sportler eine größere Zeit zur Verfügung (über 300ms), so hängt die Schnellkraft von der allgemeinen Leistungsfähigkeit (Kraftausdauer, Maximalkraft…) des Muskels ab. Dies ist bei Sportarten wie Hammer-, Diskus- Speerwurf, der Fall.
Durch die Startkraft, Explosivkraft und den Schnellkraftindex wird die Größe des entstehenden Impulses bestimmt.
Als Startkraft wird die Kraft bezeichnet, die 50ms nach der Kontraktion beginnt.
Als Explosivkraft wird die durch den Maximalen Kraftanstieg innerhalb einer Kraft-Zeitkurve bestimmt, der bei maximal schneller Kontraktion gegen einen Wiederstand erzeugt wird. Der Schnellkraftindex ist definiert als maximale Kraft / maximale Zeit.
