Artikel-Schlagworte: „Herzfrequenz“

Aufwärmen

Samstag, 3. April 2010

Aufwärmen bewirkt, dass die gesamte Muskulatur besser durchblutet wird, die kleinen Blutgefäße öffnen sich, dadurch sinkt der Gesamtgefäßwiderstand ab und die Herzfrequenz wird reduziert. In ruhiger Belastung werden Aktivitätshormone ausgeschüttet, welche die Beweglichkeit erleichtern und verbessern. Nervenimpulse werden schneller weitergeleitet und somit steigt auch die Sauerstoffauswertung deutlich an.
Ein aufgewärmter Muskel arbeitet also effizienter und man reduziert somit die Gefahr für Verletzungen.

Bei Wettkämpfe gilt die Regel, je intensiver die Belastung ist, umso länger und intensiver sollte auch die Aufwärmphase durchgeführt werden.

Für einen Marathonläufer langt ein ca. 10-minütiges Aufwärmen.
Hingegen für eine kürzere Wettkampfdistanz z. B. 3,5km oder 10km muss man sich gut aufwärmen, da die Strecken mit einen viel höheren Tempo angegangen werden. Sinnvoll ist auch das Einbauen von kurzen Intervalls.

Trittfrequenz im Radsport

Montag, 22. März 2010

Einen großen Einfluss im Leistungs- und Energiestoffwechsel hat die Trittfrequenz. Je höher die Kontraktionsgeschwindigkeit ist, desto größer wird der Anteil an Muskelfasern. Dies wird an höheren Blutlactatspiegel bei gleicher Leistung ersichtlich. Die energiereichen Phosphate erhöhen sich dadurch auch, was zu einem höheren Ammoniakspiegel führt.  Da die anaerobe Energiegewinnung einen geringeren Wirkungsgrad besitzt, sind hohe Trittfrequenzen energetisch ungünstig.
Die physiologische Wirkung gemessen an den physiologischen Parametern Herzfrequenz, Lactat und Sauerstoffaufnahme liegt das Optimum des physiologischen Wirkungsgrades bei sehr niedrigen Trittfrequenzen. Diese sind zusätzlich abhängig von der Höhe der Belastung.

Deutlich höhere Trittfrequenzen finden sich im Trainingsalltag aufgrund des biomechanischen Wirkungsgrad unter Berücksichtigung des Trägheitsmomentes der Beine bei höheren Trittfrequenzen.

Daten der Leistungsdiagnostik im Trainingsplan richtig nutzen

Mittwoch, 19. August 2009

Web4trainer bietet durch die Einbindung von Leistungsdiagnostik-Daten in den Trainingsplan eine noch nie dagewesene Verbindung zwischen Diagnostik und Planung.

Diese web4trainer-Funktion optimiert die trainingswissenschaftliche Steuerung und schlägt hiermit endlich eine Brücke zwischen wissenschaftlicher Diagnostik und praxisorientierte Trainingsplanung.

Dies bedarf natürlich geschulter Einstellungen in der innovativen web4trainer Trainingsplattform.

Dazu eine kurze Erklärung der wichtigsten Zusammenhänge:
In der Trainingssoftware können in den Biometrischen Daten bei Leistungsdiagnostik verschiedenste Werte für Herzfrequenz, Leistung oder Zeitangaben hinterlegt werden.
In der Praxis hat sich die Verwendung von 5 individuellen Werten (also dem IW1 bis IW5) als am meisten geeignet erwiesen.
Nehmen wir den Wert IW1 (sprich Individueller Wert 1) als Beispiel, so können wir bei diesem Wert einen Herzfrequenzwert (z.B. 132) und einen Leistungswert in Watt (z.B. 180) hinterlegen. Dieser Wert in den Leistungsdiagnostik Daten des Athleten können dann im Trainingsplan mittels einer Variable angezeigt werden.
Gibt man z.B. im Trainingsplan die Variable %rpiw1% Hfz an, so ersetzt die Software die Variable gegen den tatsächlichen Wert des Athleten.
Beim Einsatz dieser Variable sind auch diverse Berechnungen wie Minus, Plus oder Prozent möglich, wodurch auch einfach gewisse Bereiche angezeigt werden können.

leistungsdiagnostik

Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang die Verknüpfung von Leistungsdiagnostik Daten und Variablen sowie von Variablen und Intensitätsbereichen.

Folgende Zusammenhänge schlagen wir vor:
Die Variable IW1 beschreibt den ersten Laktatanstieg
IW2 die individuelle Aerobe Schwelle
IW3 ist mit Fingerspitzengefühl zu ermitteln und liegt zwischen individueller Aerober Schwelle und individueller Anaerober Schwelle ca. bei 2,5 – 3 mmol/l Laktat
IW4 beschreibt die individuelle Anaerobe Schwelle und
IW5 ist gleichbedeutend mit dem höchsten sinnvollen Trainingswert.

Der Zusammenhang zwischen Variable und Intensitätsbereiche kann folgendermaßen aussehen: (wir verwenden hier die Bezeichnungen REG/FB, GA1, GA2, EB und WSA)
IW1 = Obergrenze des REG/FB-Bereichs (Regeneration bzw. Überdistanz-Ausdauer)
IW2 = Obergrenze des GA1-Bereichs (extensive Grundlagenausdauer)
IW3 = Obergrenze des GA2-Bereichs (intensive Grundlagenausdauer)
IW4 = Obergrenze des EB-Bereichs (Schwellenbereich)
IW5 = Obergrenze des WSA-Bereichs (Wettkampf Spezifische Ausdauer)